Keine weitere Vertiefung der Ems

Das Umweltministerium teilte anläßlich eines Runden Tisches in Hannover mit, zusammen mit den Niederlanden eine ökologische Strategie für eine weitere Vertiefung der Außenems erarbeiten zu wollen. Aus Sicht der Grünen gefährdet dies den Erfolg des Masterplanes zur Verbesserung des Gesamtzustandes der Ems massiv.
Dazu Meta Janssen-Kucz, hafenpolitische Sprecherin Bündnis90/Die Grünen, MdL: „Wir erleben die Folgen des Klimawandels in diesem heißem Sommer so deutlich wie nie zuvor…Eine noch weitere Vertiefung der Außen-Ems ist ökologisch in ihren Folgen verantwortungslos. Schon heute wissen wir nicht, wie wir die aktuellen Probleme der zunehmenden Verschlickung und der Sedimentablagerungen in den Griff bekommen sollen.“ Eine weitere Vertiefung konterkariert auch nach Meinung des BUND das im Masterplan Ems 2050 beschlossene Ziel, die Wasserqualität und die Gewässersituation insgesamt wieder zu verbessern. Bisher fehlen zudem noch schlüssige Antworten auf einen Zusammenhang zwischen der Verschlickung der Inseln und einer Emsvertiefung. 
In der letzten Kreisvorstandssitzung schloss sich Sprecher Gustav Zielke den Bedenken von Janßen-Kucz an:“ Wir befürchten, dass womöglich der Lebensraum vieler Landwirte und Dorfbewohner entlang der Ems ebenso bedroht ist, wie entlang der Elbe, wo bei einer weiteren Vertiefung ein Abrutschen der Deiche befürchtet wird.“

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld