Antrag zur Förderung der Biodiversität

Reiner Tammen, Grünes Kreistagsmitglied und Stellvertretender Landrat, berichtet, wie der Grüne Antrag zur Förderung der Biodiversität entstanden ist.

Am Ende des vergangenen Jahres nahm ich als Vertreter des Landrates in Wilhelmshaven an einer Feierstunde zum 200jährigen Bestehen des Senckenberg Instituts teil. Das war für mich ein einschneidendes Erlebnis.

Natürlich wusste ich, wie inzwischen wohl fast jeder, dass es ein massives Insektensterben gibt. Aber hier wurde in beeindruckender Weise auf die dramatischen Folgen hingewiesen. Auch wurde deutlich gemacht, dass mit dem Sterben der Insekten nicht nur der Verlust unserer Artenvielfalt einhergeht, sondern dass dadurch auch der Bestand weiterer Tierarten bedroht ist und letztendlich auch die menschliche Existenz. Man ging tatsächlich soweit, den Verlust der Biodiversität als die größte Bedrohung für unsere Erde zu betrachten. Die Präsentation endete sinngemäß mit dem Satz des Vortragenden: Ich bin ein grenzenlos optimistischer Mensch und gebe die Hoffnung nicht auf sondern werde Bäume pflanzen.

Diese Aussage habe ich zum Anlass genommen, mit meinen Mitstreiter*innen der Grünen Kreistagsfraktion beim Landrat einen Antrag vorzubringen. Unser Wunsch war es, einen nicht unerheblichen Betrag in den Haushalt 2018 einzustellen, der zur Förderung der Biodiversität genutzt wird. Hiermit hatten wir nicht nur Erfolg sondern bekamen durch die Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde sehr große Unterstützung. Wir liefen sozusagen offene Türen ein mit dem Ergebnis, dass nun 50.000 Euro jährlich für die Sache zur Verfügung stehen.

Auch in den zuständigen Gremien fand unser Antrag breite Zustimmung. Mit einigen, wenigen Gegenstimmen aus der Opposition wurde eine Halbtagsstelle eingerichtet, um die einzelnen Projekte besser planen und koordinieren zu können. Außerdem sollen hier noch weitere Fördermittel eingeworben werden, um weiter am großen Ziel eines Biotopverbundes zu arbeiten.

Hier darf man einmal mit Fug und Recht behaupten: Ein voller Erfolg auf der ganzen Linie für Natur und Umweltschutz. Wir freuen uns schon auf viele inektenfreundliche Blühstreifen und Wiesen 2018.

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