Zukunft der Inseln: GRÜNE fordern von Rösler und Sander klare Aussagen
Zukunft der Inseln: GRÜNE fordern von Rösler und Sander klare Aussagen
GRÜNE fordern von Rösler und Sander klare Aussagen zur Zukunft der Inseln
Zu viele Industrialisierungsprojekte bedrohen Tourismuswirtschaft
Die Landtagsgrünen haben von der Landesregierung ein zukunftsfähiges Entwicklungskonzept für die niedersächsische Küstenregion und die Ostfriesischen Inseln gefordert. Anlässlich eines Treffens der Minister Sander und Rösler mit den sieben Insel-Bürgermeistern sagte der wirtschafts- und tourismuspolitische Sprecher Enno Hagenah heute (Freitag): "Die Bewohner der Inseln erwarten klare Antworten auf die drängende Frage, welche Beeinträchtigungen die weitere industrielle Entwicklung an Ems/Dollart und Jade für die Tourismuswirtschaft und seine Grundlage, den sensiblen Naturraum Wattenmeer mit sich bringt."
Von Emshaven auf der niederländischen Seite des Dollart bis zum schleswig-holsteinischen Elbufer seien derzeit acht neue Kohlekraftwerke geplant. Am Standort Wilhelmshaven allein könnten drei neue Kohlemeiler entstehen, die zusammen mit weiteren Industrieansiedlungen im Umfeld des neuen Tiefwasserhafens zu großen Beeinträchtigungen von Luft- und Wasserqualität führen.
Die beiden FDP-Minister seien dafür bekannt, den Neubau von Industrieanlagen mit der Technologie des letzten Jahrhunderts zu propagieren und die Interessen des Umwelt- und Naturschutzes den Interessen der Industrie zu opfern. Es reiche nicht, das UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer für das Tourismusmarketing zu nutzen; diese höchste Anerkennung erfordere auch einen besseren Schutz dieses einzigartigen Naturraums. Der Grünen-Politiker befürchtet, dass die FDP-Minister auf Wahlkampftour wieder einmal "das Blaue vom Himmel versprechen".
Hagenah: "Es gibt eine Grenze für die industrielle Entwicklung des Küstenraums wenn die Grundlagen des Tourismus erhalten werden sollen. Die jetzt geplante industrielle Entwicklung wird zu einem Rückgang des Tourismus führen."
Bündnis90/DIE GRÜNEN
im Landtag Niedersachsen
Pressesprecher Rudi Zimmeck
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