Pressemitteilung zum Gründungsverbot von neuen IGS en


 

Nach der Ablehnung des SPD/GRÜNEN – Antrages im Landtag auf Aufhebung des Gründungsverbotes für neue IGS en steht die Kreis - CDU mehr oder weniger im Regen.
Man hat den Verdacht, dass Elisabeth Onken und Teile der CDU-Fraktion im Kreistag mit ihrem Votum für eine IGS die Unterstützer der Unterschriftenaktion für die Gründung einer IGS in Friesland nicht vor den Kopf stoßen wollten, um weiterhin für diese Interessengruppe wählbar zu sein. Tatsächlich ist man den Beweis schuldig geblieben, dass man es mit der Aufhebung des Gründungsverbotes ernst meint, ansonsten hätte man  in besonderer Weise durch Anträge, Schreiben an den Kultusminister oder die Landtagsfraktion in dieser Hinsicht aktiv werden müssen.

Für Kreissprecher Bernhard Schwanzar „ bleibt ein fader Nachgeschmack für alle, die sich eine bessere Schule nach skandinavischem Vorbild für ihre Kinder wünschen.“ Eine IGS kann dabei nur der Strohhalm sein, an den man sich klammern konnte, weil es schon derartige Schulen im Umkreis gibt und die Berücksichtigung des Elternwunsches immer von der Regierungskoalition in Hannover für die Beibehaltung des gegliederten Schulsystems (G, RS,HS, Förderschulen) angeführt wurde.
Anstelle kleinerer Klassen, mehr Förderstunden in den Grundschulen, einer gemeinsamen Schulzeit in den ersten 9 Jahren und der Auflösung des „viergliedrigen“ Schulsystems gibt es jetzt Förderunterricht in der 9. Klasse des Gymnasiums. Auch der Philologenverband hat letzt noch einmal deutlich gemacht, dass er auf die Privilegien des gymnasialen Zweiges innerhalb unseres Schulsystems nicht verzichten will. Scheinbar hat die CDU vor, das Gymnasium zur Regelschule auszubauen, um der derzeitigen teilweisen Abstimmung mit den Füßen Rechnung zu tragen.
Die Restschulen sind ihr dabei völlig egal. Man darf jetzt nicht wie die Maus auf die Schlange, auf den Ausgang der Wahlen schielen. Der Kampf für ein besseres Bildungssystem im Interesse zukünftiger Generationen muss auf allen Ebenen weitergeführt werden. Wer den Eltern allerdings verspricht, dass sie mit der Gründung einer IGS im Jahr 2008 rechnen können, ohne eine Garantie dafür vorweisen zu können, der riskiert die Resignation vieler Eltern. Bei einer Fortführung der derzeitigen Koalition wird der Fraktionsvorsitzende der CDU
Mc Allister als Kultusminister gehandelt, der für eine Beibehaltung konservativer Bildungsinhalte bekannt ist.

Bernhard Schwanzar
(Kreissprecher Bündnis 90/Die Grünen)

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