Antrag der Grünen Fraktion in Jever: Durch Investitionen in erneuerbare Energien Einnahmen zu erzielen


Hiermit stellen wir den Antrag folgende Schritte zu unternehmen um durch Investitionen in erneuerbare Energien Einnahmen zu erzielen.

1.      Ermittlung der Dachflächen aller öffentlichen Gebäude(einschließlich Landkreis), auf denen Photovoltaikanlagen effektiv betrieben werden könnten.

2.      Errichtung einer Solarwärmeanlage auf dem Dach der Turnhalle oder der Grundschule Cleverns zusammen mit dem Sportverein Cleverns.

3.      Erstellung einer Kosten-Nutzen-Rechnung beim Einstieg der Gemeinden Jever und Schortens in NaWaRoanlagen(nachwachsende Rohstoffe) oder Windkraftanlagen (auf dem Gewerbegebiet nahe der Mülldeponie zusammen mit der Gemeinde Schortens) zur Erzeugung eigener Energie und der Erwirtschaftung eigener Einnahmen.

4.      Überprüfung ob für derartige kommunale Projekte billige Gelder der Landestreuhandbank oder der KfW zur Verfügung stehen und die interkommunale Zusammenarbeit vom Land gefördert würde.

5.      Gespräche mit den Nachbarkommunen über ein gemeinsames Stadtwerk “Erneuerbare Energien“

6.      Kontaktaufnahme mit der WKKH-GmbH des Landwirts Hicken, der bereits reichhaltige Erfahrungen auf diesem Gebiet der Ernergieerzeugung besitzt.

7.      Gespräche mit der EWE führen, ob die EWE zu einem geothermischen Versuch bereit wäre, für den wir das Land zur Verfügung stellen und dadurch Profiteure des Vorhabens werden. Dies könnte auch für eine Kooperation mit der Fa. Hicken gelten, falls wir keinen Mut zum Risiko haben.

8.      Gründung eines Bürgersolarparkes, in den sich Bürger einkaufen können, wenn sie selbst keine Möglichkeit zur Aufstellung von Solaranlagen haben. Dazu könnten auch Flächen genutzt werden z.B. Flächen an der GS-Cleverns.

9.      Bei der Energieeinsparung halten wir zuerst die Isolierung der Turnhallen Harlinger Weg und Sillusschule dringend für erforderlich (Ersatz der Glasbausteine durch Klinker, isolierte Hohlschicht und kleinere, neue Fenster mit I-Plusglas, Dachisolierung, Mauerisolierung durch ThroTherm)

10. Mit der EWE, dem Landkreis und den umliegenden Kommunen sollen Gespräche geführt werden über die Einrichtung eines Contractings für kommunale Sportstätten und andere öffentliche Gebäude. Dabei muss es um Strategien zum Klimaschutz und Kostensenkung gehen.

11. Am Schulzentrum ist zu prüfen, ob mit dem Landkreis und der EWE zusammen ein Blockheizkraftwerk neuesten Typs eine Verbesserung für die Energieeffizienz an der Sillussschule und bei der Beheizung der Turnhalle brächte). An der Sillusschule hat die Turnhalle keine Tür, sodass die Wärme entweicht und es fast immer kühler ist als in Schortens oder am Harlinger Weg. Die Turnhalle am Harlinger Weg entspricht allerdings nicht den Anforderungen an Turnhallenmaße. Das sollte einmal überprüft werden (für eine Erweiterung könnte eine Rücklage gebildet werden).

Begründung:

In Niedersachsen ist die erste Kommune unabhängig von fremder Energie. Diese Entwicklung muss fortgesetzt und unterstützt werden, wenn wir unseren Kindern eine saubere und sichere Zukunft übergeben wollen. Wir möchten jedenfalls nicht von unseren Kindern gefragt werden: “Was habt Ihr eigentlich gegen die Klimakatastrophe getan und vor allem gegen die Verschuldung der Stadt."

Derzeit gibt es niedrige Zinsen. Somit ist die Zeit ideal zu handeln. In 10 Jahren haben wir die Kosten abgetragen. Wir sind gerne bereit mit dem Rat eine Fahrt nach Jühnde bei Göttingen zu organisieren. Wir wären auch bereit an dem Aufbau einer Gesellschaft oder eines Vereins zur Förderung erneuerbarer Energien mitzuwirken. Wenn Privatleute ca. 400 000 Euro an einer Windenergieanlage verdienen, dann fragt man sich warum Kommunen in unserer Region bei knappen Kassen diese Einnahmequelle nicht intensiver nutzen.

Bernhard Schwanzar 

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